Oberste Geschossdecke dämmen: GEG-Pflicht, Kosten, & Materialwahl
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Wird der gesetzlich geforderte Mindestwärmeschutz nach Gebäudeenergiegesetz (GEG) nicht erreicht, entsteht eine GEG-Nachrüstpflicht für den Dachboden – mit klaren technischen Anforderungen und eindeutig definierten Ausnahmen. Hier ordnen wir ein, wann es sinnvoll ist, die oberste Geschossdecke zu dämmen, welche Kosten bei der Dämmung der obersten Geschossdecke 2026 anfallen und welche Materialien den erforderlichen Wärmeschutz zuverlässig erreichen.
Was dich auf dieser Seite erwartet:
- Was sagt das GEG zur Nachrüstpflicht des Dachbodens?
- Was sind die Kosten für eine Dämmung der obersten Geschossdecke?
- Welche Dämmstoffe eignen sich fürs Dämmen der obersten Geschossdecke?
- Kann ich die oberste Geschossdecke selbst dämmen oder ist ein Fachbetrieb nötig?
- Was mache ich mit alten Schüttungen auf dem Dachboden?
- Was kostet mich die Entsorgung alter Dämmstoffe auf dem Dachboden?
- Wie kann ich verhindern, dass sich Ungeziefer in der Dämmung der obersten Geschossdecke einnistet?
- Wie oft muss ich die Dämmung der obersten Geschossdecke kontrollieren?
- Was muss ich für Brandschutz und Lagerung auf einem gedämmten Dachboden beachten?
Was sagt das GEG zur Nachrüstpflicht des Dachbodens?
Ob du die oberste Geschossdecke dämmen musst, ist keine Frage des Bauchgefühls oder steigender Heizkosten. Es ist eine gesetzliche Vorgabe.
Die GEG-Nachrüstpflicht für den Dachboden gilt, wenn:
- die oberste Geschossdecke an einen unbeheizten Dachraum grenzt
- der vorhandene Aufbau nicht den Mindestwärmeschutz nach DIN 4108-2 erreicht
- keine gesetzliche Ausnahme vorliegt
Keine Pflicht besteht insbesondere dann, wenn:
- Dach oder Decke den erforderlichen Wärmeschutz bereits erfüllen
- du ein Ein- oder Zweifamilienhaus schon vor dem 01.02.2002 selbst bewohnst
- die Maßnahme im Einzelfall wirtschaftlich unzumutbar ist
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Was sind die Kosten für eine Dämmung der obersten Geschossdecke?
Die Kosten, um die oberste Geschossdecke zu dämmen, hängen vor allem vom Dämmstoff für den Dachboden, der erforderlichen Dämmstärke und dem Montageaufwand ab. Da die Maßnahme ausschließlich auf der Deckenfläche erfolgt, bleibt der bauliche Eingriff begrenzt. Das wirkt sich direkt auf die Kosten der Dämmung der obersten Geschossdecke aus.
Ist das Dämmen der obersten Geschossdecke wirtschaftlich sinnvoll?
Die Wirtschaftlichkeit der Dämmung ergibt sich aus mehreren Faktoren, die sich direkt aus dem baulichen Eingriff und der Umsetzung ableiten lassen.
- Baulicher Eingriff
- kein Eingriff in Dachhaut oder Fassade
- Maßnahme bleibt auf die Deckenfläche begrenzt
- Aufwand & Umsetzung
- geringerer Planungs- und Ausführungsaufwand als bei Dach- oder Fassadendämmungen
- schnellere Umsetzung, weniger Abstimmung zwischen Gewerken
- Energetische Wirkung
- direkte thermische Trennung zum unbeheizten Dachraum
- gezielte Reduktion von Wärmeverlusten
- Wirtschaftlichkeit
- günstiges Verhältnis aus Aufwand und Wirkung
- häufig erste Maßnahme bei energetischen Sanierungen
Kosten für den Wärmeschutz der obersten Geschossdecke
Dämmstoff | Wärmeleitgruppe (WLG) | Kosten pro m² (Material) | Montageaufwand (DIY-Eignung) |
Mineralwolle (Glas/Stein) | 032–040 | 15–25 € | Sehr hoch |
EPS (Styropor) | 031–040 | 12–22 € | Hoch |
Zellulose | 038–042 | 20–35 € | Gering (Profi erforderlich) |
Holzfaserplatten | 040–045 | 25–45 € | Mittel |
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Welche Dämmstoffe eignen sich fürs Dämmen der obersten Geschossdecke?
Für die Dämmung der obersten Geschossdecke kommen mehrere Dämmstoffe infrage. Neben dem Dämmwert ist hier außerdem wichtig, wie der Dachboden genutzt wird, ob eine Eigenleistung geplant ist und welche bauphysikalischen Anforderungen erfüllt werden müssen. Das Ziel ist immer dasselbe: ein verlässlicher Wärmeschutz der obersten Geschossdecke.
Mineralwolle (Glas-/ Steinwolle)
- Eigenschaften:
- nicht brennbar
- gute Dämmwirkung bei moderater Aufbauhöhe
- Einsatz:
- lose aufgelegt oder zwischen Balken geklemmt
- geeignet für begehbare und nicht-begehbare Dachböden
- Montage:
- sehr gut DIY-tauglich
- Einordnung:
- häufige Lösung, um die oberste Geschossdecke zu dämmen
- ideal, wenn Kosten und einfache Verarbeitung im Vordergrund stehen
EPS (expandiertes Polystyrol)
- Eigenschaften:
- geringes Gewicht
- formstabil
- Einsatz:
- als Dämmplatten auf tragfähigem Untergrund
- Montage:
- gut DIY-tauglich
- Einordnung:
- sinnvoll, wenn eine einfache, trockene Lösung für den Dachboden gesucht wird
Zellulose (Einblasdämmung)
- Eigenschaften:
- fugenlose Verteilung
- gute Anpassung an unregelmäßige Hohlräume
- Einsatz:
- in Hohlräumen oder auf geschlossenen Decken
- Montage:
- nicht DIY-tauglich, Fachbetrieb erforderlich
- Einordnung:
- geeignet, wenn vorhandene Konstruktionen schwer zugänglich sind
Holzfaserplatten
- Eigenschaften:
- höhere Rohdichte
- diffusionsoffen
- Einsatz:
- auf begehbaren Dachböden oder bei definiertem Aufbau
- Montage:
- teils DIY, teils Fachbetrieb
- Einordnung:
- Option bei erhöhten Anforderungen an Aufbau und Nutzung
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Kann ich die oberste Geschossdecke selbst dämmen oder ist ein Fachbetrieb nötig?
Ob du die oberste Geschossdecke selbst dämmen kannst, hängt weniger vom handwerklichen Anspruch ab als vom Dämmstoff und der Ausführungsart. Das GEG schreibt dabei keine bestimmte Methode vor – wohl aber, dass der Wärmeschutz der obersten Geschossdecke erreicht werden muss.
DIY-geeignete Ausführungen
- lose aufgelegte oder geklemmte Dämmstoffe
- typische Materialien: Mineralwolle, EPS
- Voraussetzungen:
- ebener, tragfähiger Untergrund
- keine komplexen Hohlräume
- saubere Anschlüsse an Randbereiche
- Einordnung:
- geeignet, wenn der Dachboden gut zugänglich ist und gleichmäßig gedämmt werden kann
Ausführungen durch Fachbetriebe
- Einblasdämmungen, etwa mit Zellulose
- Voraussetzungen:
- geschlossene oder schwer zugängliche Konstruktionen
- definierte Einblasdichte
- Einordnung:
- erforderlich, wenn die oberste Geschossdecke nicht offen zugänglich ist
Unabhängig davon gilt: Eine unsaubere Ausführung kann den Wärmeschutz der obersten Geschossdecke deutlich mindern, selbst wenn der Dämmstoff korrekt gewählt ist.
Was mache ich mit alten Schüttungen auf dem Dachboden?
Viele Altbauten haben auf der obersten Geschossdecke noch alte Schüttungen, die ursprünglich als einfacher Wärme- oder Trittschutz eingebracht wurden. Dazu zählen etwa Schlacke, Asche, Lehm-Stroh-Gemische oder lose organische Füllungen. Für eine zeitgemäße Dämmung der obersten Geschossdecke sind diese Materialien in der Regel ungeeignet.
Vor der eigentlichen Dämmung ist daher zu prüfen:
- Welche Art von Schüttung liegt vor?
- Ist sie trocken, schadstofffrei und tragfähig?
- Kann sie bleiben oder muss sie entfernt werden?
Eine vollständige Entsorgung der Dämmstoffe auf dem Dachboden ist sinnvoll, um:
- eine definierte Aufbauhöhe zu schaffen
- Feuchtigkeits- oder Geruchsprobleme auszuschließen
- den Wärmeschutz der obersten Geschossdecke zuverlässig planen zu können
Was kostet mich die Entsorgung alter Dämmstoffe auf dem Dachboden?
Die Entsorgung alter Schüttungen erfolgt über zugelassene Entsorgungsbetriebe. Die Kosten richten sich dabei nach Materialart und Entsorgungsweg. Das kann folgendermaßen aussehen:
- Mineralische Schüttungen (z. B. Schlacke, Asche)
- Abrechnung: nach Tonne
- Kosten: rund 60–80 € pro Tonne
- Voraussetzung:
- überwiegend mineralisches Material
- ohne relevante Fremdstoffe
- Einordnung:
- typische Entsorgung über kommunale Annahmestellen
- oder private Entsorger
- Gemischte oder verunreinigte Altfüllungen
- Abrechnung: nach Tonne
- Kosten: je nach Verschmutzungsgrad etwa 130–310 € pro Tonne
- Einordnung:
- Einstufung als gemischter Bau- und Abbruchabfall mit erhöhtem Entsorgungsaufwand
- Organische Füllungen (z. B. Stroh)
- Abrechnung: meistens nach Volumen
- Kosten: ca. 40 € pro Kubikmeter
- Einordnung:
- Abwicklung über die kommunale Abfallwirtschaft
- keine einheitlichen Tarife nach Tonne
Wie kann ich verhindern, dass sich Ungeziefer in der Dämmung der obersten Geschossdecke einnistet?
Eine neu gedämmte oberste Geschossdecke kann für Tiere attraktiv werden, wenn Zugänge offen bleiben oder weiche Dämmstoffe ungeschützt eingebaut sind. Ziel einer Prävention ist es deshalb, den Wärmeschutz der obersten Geschossdecke zu sichern, ohne durch die neue Dämmung entsprechende Angriffsflächen zu schaffen.
- Typische Risikofaktoren
- offene Trauf- und Anschlussbereiche
- nicht verschlossene Kabel- und Rohrdurchführungen
- lose liegende Dämmstoffe ohne Abdeckung
- Wirksame Schutzmaßnahmen
- Mechanische Barrieren
- engmaschige Schutzgitter an Traufe und Öffnungen für Leitungen
- feste Abdeckungen über weichen Dämmstoffen
- Materialwahl
- mineralische Dämmstoffe sind für Nager weniger attraktiv
- geschlossene Plattenaufbauten reduzieren Hohlräume
- Saubere Ausführung
- lückenlose Anschlüsse
- keine offenen Randzonen
- Mechanische Barrieren
Um die Dämmung der obersten Geschossdecke dauerhaft funktionsfähig zu halten, sollten Schutzmaßnahmen direkt bei der Ausführung mitgedacht werden. Nachträgliche Korrekturen sind aufwändig und beeinträchtigen den Wärmeschutz der obersten Geschossdecke.
Wie oft muss ich die Dämmung der obersten Geschossdecke kontrollieren?
Wer die oberste Geschossdecke dämmen lässt oder selbst dämmt, sollte den Zustand der Dämmschicht regelmäßig überprüfen. Das gilt besonders für unbeheizte Dachböden. Hier treten – im Vergleich zu beheizten Räumen – stärkere Schwankungen bei Temperatur und Feuchtigkeit auf. Die Folge sind Setzungen oder Feuchteprobleme. Dabei können gerade kleine Schäden schnell Auswirkungen auf die Dämmwirkung haben – und damit auch auf die Kosten der Dämmung der obersten Geschossdecke im laufenden Betrieb.
- Empfohlene Kontrollabstände
- regelmäßig:
- Sichtprüfung einmal pro Jahr
- anlassbezogen:
- nach Starkregen oder Sturm
- nach Arbeiten am Dach oder Dachboden
- bei Hinweisen auf Feuchtigkeit/ Anzeichen von Tieren
- regelmäßig:
- Worauf zu achten ist
- Feuchtigkeit:
- Verfärbungen
- klamme oder durchnässte Bereiche
- Setzungen:
- ungleichmäßige Dämmstärken
- zusammengedrückte Zonen
- Beschädigungen:
- offene Randbereiche
- freiliegende Dämmflächen
- Feuchtigkeit:
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Was muss ich für Brandschutz und Lagerung auf einem gedämmten Dachboden beachten?
- Dämmstoffe & Brandschutz
- Die Wahl des Dämmstoffs ist entscheidend
- Nicht brennbare Dämmstoffe für den Dachboden (z. B. Mineralwolle) reduzieren das Brandrisiko
- Brennbare Dämmstoffe benötigen eine feste Abdeckung
- Die Wahl des Dämmstoffs ist entscheidend
- Lagerung
- Lagerung nur auf tragfähigen, abgedeckten Flächen
- Bei der Dämmung der obersten Geschossdecke darf die Dämmung nicht zusammengedrückt werden
- Sicherheit
- Kontrollwege freihalten
- Dämmflächen nicht als Abstellfläche nutzen

Sencan Safak
Leitender Dämmtechniker
Sencan ist seit Mitte 2023 als Handwerksmeister für Einblasdämmung und leitender Dämmtechniker bei VARM beschäftigt. Durch seine Expertise und Erfahrung als Installateur kennt er sich bestens mit den Voraussetzungen und Durchführungsschritten unserer Dämmprojekte aus.
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