Hausdämmung: Kosten 2026 im Preis-Leistungscheck für Fassade, Dach & Keller
Wir führen die Dämmung mit eigenen Handwerkern aus.

Wie setzen sich die Kosten der Hausdämmung pro Quadratmeter zusammen?
Die Kosten einer Hausdämmung werden oft auf eine einfache Kennzahl reduziert: Euro pro Quadratmeter. Das allein reicht aber nicht für fundierte Entscheidungen. Vielmehr geht es auch darum, wie sich Fördermittel, Zinskosten und Einsparungen von Heizenergie über Jahre hinweg zueinander verhalten. Hier ordnen wir die relevanten Kosten ein und schaffen Klarheit, wo Vergleichsportale oft nur Zahlen liefern.
Die Kosten beim Hausdämmen pro Quadratmeter unterscheiden sich deshalb so deutlich, weil sie verschiedene Leistungen und Einsatzgebiete abbilden. Wichtig: Ein niedriger Preis bedeutet nicht automatisch eine günstigere Maßnahme.
Der wichtigste Unterschied liegt zunächst im Bauteil:
Kellerdecke
niedrige Einstiegskosten
geringer Material- und Zeitaufwand
Fassade
mittleres bis hohes Kostenniveau
zusätzlicher Aufwand durch Gerüst und Putzaufbau
Dach
höchste Kosten pro Quadratmeter
Dämmung meist Teil einer umfassenden Dachsanierung
Hinzu kommt das Dämmverfahren. Eine Einblasdämmung nutzt vorhandene Hohlräume und bleibt deshalb günstig. Mehrschichtige Systeme wie ein Wärmedämmverbundsystem (WDVS) oder eine Aufsparrendämmung erfordern deutlich mehr Material und Arbeitszeit.
Überblick über Kosten einer Hausdämmung nach Bauteil (Stand 2026):
Bauteil | Verfahren | Kosten pro Quadratmeter (alles inkl.) | Einsparpotenzial (Heizkosten) |
Fassade | WDVS (Putzfassade) | 140–210 € | 20–35 % |
Fassade | Einblasdämmung (Hohlraum) | 35–70 € | 10–15 % |
Dach | Aufsparrendämmung | 220–320 € | 15–25 % |
Kellerdecke | Klebeverfahren | 45–90 € | 5–10 % |
Starte dein Dämmprojekt – Wir begleiten dich
Wie wirkt sich das Verfahren bei einer Hausdämmung auf die Kosten aus?
Die Kosten einer Hausdämmung hängen maßgeblich vom Dämmverfahren und den eingesetzten Materialien ab.
Einblasdämmung (Kerndämmung)
gewählt, weil sie minimal invasiv ist
keine sichtbaren Veränderungen an der Fassade
sehr kurze Bauzeit (oft ein Tag)
niedrige Kosten und kurze Amortisation
Dämmung der obersten Geschossdecke
gewählt, weil sie technisch einfach ist
ideal bei ungenutztem Dachboden
niedrige Kosten bei hohem Einsparpotenzial
Kellerdeckendämmung
gewählt, um kalte Böden im Erdgeschoss zu vermeiden
begrenzter Eingriff ohne Arbeiten an der Außenhülle
überschaubare Kosten mit spürbarem Komfortgewinn
Wärmedämmverbundsystem (WDVS)
gewählt, wenn keine Hohlräume vorhanden sind
notwendig für eine vollständige Fassadendämmung
aufwändiger, teurer, dafür umfassende Lösung
Unsere Partner
Welche Rolle spielen Dämmmaterialien bei den Kosten?
Neben dem Verfahren beeinflusst das eingesetzte Dämmmaterial die Kosten, die Einsatzmöglichkeiten und den Brandschutz einer Hausdämmung.
Mineralische Dämmstoffe
Glaswolle
wärme- und schalldämmend
wasserabweisend
nicht brennbar (A1)
Einsatz an Fassaden, Geschossdecken und Kellerdecken
Steinwolle
sehr hohe Temperaturbeständigkeit (über 1.000 °C)
nicht brennbar (A1)
Einsatz an Fassaden, Geschossdecken und Kellerdecken
Kunststoff- und Einblasdämmstoffe
EPS-Granulat
leicht, hydrophob, lückenlos einblasbar
schwer entflammbar (B1)
Einsatz bei Fassaden, Geschossdecken und Kellerdecken
Zellulose
nachhaltiger Dämmstoff
oft günstiger als Mineralwolle
schwer entflammbar (B1)
vor allem für obere Geschossdecken geeignet
Holzbasierte Dämmstoffe
Holzfaser
feuchtigkeitsregulierend
diffusionsoffen
gute Wärmespeicherung und Schalldämmung
normal entflammbar (B2)
Einsatz an Fassaden und Geschossdecken
Starte dein Dämmprojekt – Wir begleiten dich
“War ein sympathischer, ehrlicher, netter Kontakt und das hat Vertrauen geschaffen.”
Ole Gern
Google Bewertung

Wie beeinflusst der Brandschutz die Kosten der Hausdämmung und die Gebäudeversicherung?
Das Material bestimmt die direkten Kosten einer Hausdämmung – und auch die indirekten, denn die Wahl des Dämmstoffs beeinflusst außerdem Brandschutzauflagen, Ausführung und die Absicherung über die Gebäudeversicherung.
Worum es geht
Dämmstoffe unterscheiden sich stark im Brandverhalten
daraus ergeben sich zusätzliche Pflichten bei Planung und Ausführung
dies hat eine direkte Auswirkung auf die Kosten einer Hausdämmung pro Quadratmeter
Brandverhalten und technische Folgen
Mineralwolle (A1, nicht brennbar)
kein Beitrag zum Brandgeschehen, keine Rauchentwicklung
keine zusätzlichen Brandschutzmaßnahmen an der Fassade nötig
geringerer Planungs- und Abstimmungsaufwand
EPS / Polystyrol (B1, schwer entflammbar)
brennbar nur bei hoher Hitzeeinwirkung
Brandriegel aus Mineralwolle ab zwei Geschossen zwingend erforderlich
höhere Montagekosten
Was das für die Preise für Fassadendämmung bedeutet:
bei EPS steigen die Preise bei der Fassadendämmung
Mineralwolle ist im Material teurer, spart aber den Zusatzaufwand
Einordnung
niedrige Einstiegskosten senken die Hausdämmungskosten nur kurzfristig
Zusätzliche Brandschutzmaßnahmen wirken sich langfristig auf Wartung und spätere Sanierungen aus.
Welche zusätzlichen Kosten fallen bei der Hausdämmung noch an?
Zusatzkosten entstehen vor allem dann, wenn bestehende Bauteile oder Materialien nicht einfach überdämmt werden können. Besonders relevant sind Entsorgungskosten alter Dämmstoffe sowie laufende Kosten für Wartung und Reinigung.
Entsorgungsproblematik bei Polystyrol und HBCD
Worum es geht
ältere Polystyrol-Dämmungen können HBCD enthalten
HBCD-haltige Dämmstoffe gelten als gefährlicher Abfall
müssen gesondert entsorgt werden
Mit diesen Kosten sind zu rechnen
als Richtwert gilt bei Styropor-Abfall etwa 200 € pro Kubikmeter
Beispiel zur Einordnung
100 Quadratmeter alte EPS-Dämmung mit 10 Zentimeter Dicke ergeben ungefähr 10 Kubikmeter Abfall
bei 200 € pro Kubikmeter sind das ca. 2.000 € Entsorgungskosten
Was das in der Praxis bedeutet
diese Kosten kommen zur neuen Dämmung und zur Montage oben drauf
je früher das im Budget steht, desto weniger Überraschungen im Angebot
Reinigungs- und Wartungskosten bei gedämmten Fassaden
Worum es geht
gedämmte, verputzte Fassaden bleiben kühler, weil weniger Wärme nach außen abgegeben wird
Feuchtigkeit trocknet langsamer ab, insbesondere nach Regen oder Tau
dadurch entsteht ein günstiges Milieu für Algen- und Pilzbewuchs
der Effekt tritt unabhängig vom Dämmstoff auf, betrifft aber besonders WDVS mit Putzoberfläche
Mit diesen Kosten sind zu rechnen
eine professionelle Fassadenreinigung kostet je nach Verfahren etwa 5–35 € pro Quadratmeter, darunter:
einfache Wasserreinigung (mechanisch, ohne Chemie)
ab ca. 5 € pro Quadratmeter
entfernt sichtbaren Bewuchs
ohne vorbeugende Wirkung
Reinigung mit Algen- oder Pilzmitteln (biozidhaltig)
ab ca. 15 € pro Quadratmeter
verzögert Neubefall
Wirkung nimmt mit der Zeit ab
intensivere mechanische Verfahren (z. B. Sandstrahlen, Bürst-Systeme)
bis ca. 35 € pro Quadratmeter
nur für robuste Untergründe geeignet
zusätzliche Desinfektion oder Versiegelung
ca. 4 € pro Quadratmeter
soll das erneute Anwachsen verzögern
Biozid-Problematik vs. mechanische Reinigung
Biozide in Putz- oder Fassadenfarben verzögern den Bewuchs
die Wirkstoffe werden durch Regen schrittweise ausgewaschen
ausgewaschene Biozide können Boden und Gewässer belasten
mechanische Reinigung kommt ohne chemische Wirkstoffe aus
sie beseitigt den Bewuchs, nicht jedoch die bauphysikalische Ursache
langfristig bleibt bei beiden Methoden ein wiederkehrender Pflegeaufwand
Einordnung
Richtwert für wiederkehrende Pflege: alle 5–10 Jahre
Intervalle verkürzen sich bei hoher Feuchtebelastung
relevant bei Nord- und Westfassaden mit geringer Sonneneinstrahlung
Was das in der Praxis bedeutet
Wartungs- und Reinigungskosten erhöhen nicht die Dämmwirkung
Beeinflussung der Gesamtkosten über die Lebensdauer der Dämmung
Muss bei der Bewertung der Hausdämmungskosten von Beginn an einkalkuliert werden.
Starte dein Dämmprojekt – Wir begleiten dich
Gibt es eine Förderung für eine Hausdämmung 2026?
Erst durch Zuschüsse oder eine steuerliche Entlastung lässt sich überhaupt beurteilen, was eine Maßnahme für die Hausdämmung tatsächlich kostet – und ob sie sich am Ende wirklich rechnet. Hier sind die wichtigsten Förderungen für eine Hausdämmung im Jahr 2026:
BEG-Zuschuss für Einzelmaßnahmen (BAFA)
15 % Zuschuss auf förderfähige Kosten
20 % bei Vorliegen eines individuellen Sanierungsfahrplans (iSFP)
förderfähige Obergrenze:
30.000 € pro Wohneinheit
60.000 € mit iSFP
gilt für Fassaden, Dach und Kellerdecke
Einordnung
senkt sofort die Kosten, ein Haus pro Quadratmeter zu dämmen
besonders relevant bei hohen Preisen für eine Fassadendämmung
KfW-Förderkredit bei Komplettsanierung
Kredite bis 150.000 € pro Wohneinheit
Tilgungszuschüsse bis zu 25 %
nur bei Sanierung zum Effizienzhaus
Kombination mehrerer Sanierungsmaßnahmen erforderlich
Einordnung
sinnvoll, um bei einer ganzheitlichen Wärmedämmung eines Einfamilienhauses die Kosten zu drosseln, weniger geeignet für einzelne Dämmmaßnahmen
Steuerbonus nach § 35c EStG
20 % Steuerermäßigung
verteilt über drei Jahre
maximal 40.000 € pro Objekt
nicht kombinierbar mit BEG
Einordnung
geringerer bürokratischer Aufwand
Wirkung zeitlich verzögert
Wie beeinflussen Zinsen die Wirtschaftlichkeit der Hausdämmung?
Gerade bei umfangreichen Maßnahmen – etwa an Dach oder Fassade – liegen die Kosten, ein Haus zu dämmen pro Quadratmeter, häufig über dem, was aus Eigenmitteln bezahlt wird. Die Folge: hohe Kredite, verlängerte Laufzeiten und zusätzliche Belastungen.
Was das praktisch bedeutet:
Zinskosten erhöhen die Gesamtausgaben
Einsparungen wirken erst über Jahre
die Amortisation verschiebt sich nach hinten
Förderkredite 2026 bewegen sich im Bereich von 3–4 %
Folge: bei Kosten für die Wärmedämmung eines Einfamilienhauses summieren sich die Zinsen auf mehrere tausend Euro
diese Kosten tauchen in Angebotsvergleichen bzw. Preisen bei der Fassadendämmung nicht separat auf
Entscheidend für die Bewertung:
Investition nach Förderung
jährliche Heizkostenersparnis
Finanzierungskosten über die Laufzeit
Die Wirtschaftlichkeit einer Hausdämmung ergibt sich also nicht aus dem Quadratmeterpreis, sondern aus dem Zusammenspiel von Förderung, Finanzierungskosten und langfristiger Heizkostenersparnis.
Ein Beispiel zu Amortisation und langfristiger Belastung
Position | Annahme / Wert (Beispiel 2026) |
Maßnahme (WDVS) 150–180 m² | Fassaden- und Kellerdeckendämmung |
Investitionssumme brutto | 30.000 € |
Förderung Hausdämmung 2026 (BEG, 15 %) | −4.500 € |
Investition nach Förderung | 25.500 € |
Finanzierungsbedarf | 25.500 € |
Zinssatz (als Annahme) | 4,0 % p. a. |
Laufzeit | 10 Jahre |
Monatliche Kreditrate (ca.) | 258 € |
Zinskosten über Laufzeit | ≈ 4.500 € |
Gesamtausgaben inkl. Zinsen | ≈ 30.000 € |
Jährliche Heizkostenersparnis (typisch) | 1.000–1.200 € |
Reine Amortisation ohne Zinsen | ca. 21–25 Jahre |
Amortisation inkl. Zinsen | ca. 24–28 Jahre |