Dämmung der Dachschräge mit Dämmsäcken: Kosten & Vorteile
Wir führen die Dämmung mit eigenen Handwerkern aus.

Wenn die Dachschräge kaum oder gar nicht gedämmt ist, verliert ein Haus schnell an Heizungswärme. Die Folge: die Räume unter dem Dach kühlen schneller aus – und die Heizkosten steigen. Zum Glück lässt sich das relativ leicht beheben. Eine Möglichkeit ist zum Beispiel, die Dachschräge nachträglich mit Dämmsäcken zu dämmen. Hier erklären wir dir, wie das Verfahren funktioniert, welche Materialien dafür verwendet werden und was das Dämmen einer Dachschräge mit Dämmsäcken kosten kann.
Was dich auf dieser Seite erwartet:
Beim Dämmen einer Dachschräge mit Dämmsäcken liegen die Kosten im Schnitt bei 20–40 € pro Quadratmeter – Material und Arbeit sind dabei bereits eingerechnet. Dazu kommen meist kleinere Posten wie Anfahrt, Baustelleneinrichtung und die Entsorgung alter Dämmstoffe, falls sich noch Reste zwischen den Sparren befinden.
Damit ergibt sich für eine Dachfläche von rund 100 m² ein Betrag von 2.000–4.000 €, zuzüglich der Nebenkosten. Wie hoch der Endpreis genau ausfällt, hängt vor allem vom Zustand des Dachs, der Zugänglichkeit der Fläche und der Frage ab, ob alte Dämmreste vorher entfernt werden müssen.
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Eingeblasen werden in der Praxis vor allem drei Stoffe: Mineralwolle, Zellulose und EPS-Granulat. Alle liegen in einem ähnlichen Preisbereich, weshalb sich die Entscheidung meist nach dem Dachaufbau, der gewünschten Dämmwirkung und den baulichen Gegebenheiten richtet.
Mineralwolle (Glas- oder Steinwolle): Liegt typischerweise im Bereich von etwa 20–40 € pro Quadratmeter. Sie wird häufig eingesetzt, weil sie gut verfüllbar ist und sich für viele Dachaufbauten eignet.
Schallwirkung: Mineralwolle dämpft Schall sehr zuverlässig. Glaswolle bringt bereits eine gute Wirkung, Steinwolle liegt durch die höhere Rohdichte noch etwas darüber. Beide Materialien nehmen den Schall auf und können den Lärm unter dem Dach reduzieren.
Zellulose: Liegt meist bei 15–35 € pro Quadratmeter. Das Material lässt sich gleichmäßig einblasen und eignet sich vor allem dann, wenn die Sparrenfelder komplizierter geschnitten sind.
Schallwirkung: Zellulose hat ebenfalls sehr gute Schalldämmeigenschaften. Sie wird fugenlos eingeblasen, wodurch kaum Schallbrücken entstehen. Gerade bei Regen oder starkem Wind kann das einen deutlichen Unterschied machen.
EPS-Granulat: Kostet in der Regel 35–45 € pro Quadratmeter und wird dann genutzt, wenn leichte Materialien benötigt werden oder der Hohlraum schwer zugänglich ist.
Schallwirkung: EPS-Granulat ist im Vergleich leichter und enthält viel Luft. Es dämmt zwar gut gegen Wärme, erreicht beim Schallschutz aber nicht die Werte der faserigen Dämmstoffe.
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Was das Dämmen einer Dachschräge mit Dämmsäcken kosten kann, steht kaum im direkten Vergleich zu anderen Dämmverfahren. Das Dämmsackverfahren gehört zu den günstigeren Lösungen, weil weder das Dach neu gedeckt noch große Teile der Innenverkleidung geöffnet werden müssen. Hier eine Übersicht über weitere Methoden der Dachschrägendämmung:
Aufsparrendämmung: Wird oberhalb der Sparren angebracht und setzt das Abdecken des Dachs voraus. Üblich sind etwa 250–300 € pro Quadratmeter, was bei 100 m² schnell 25.000–30.000 € bedeutet.
Zwischensparrendämmung (klassisch): Dämmstoffmatten zwischen den Sparren, meist mit dem Öffnen der Innenverkleidung verbunden. Kostenpunkt 80–130 € pro Quadratmeter.
Untersparrendämmung: Dämmplatten unterhalb der Sparren im Innenraum, meist 40–90 € pro Quadratmeter, allerdings mit dem Nachteil, dass die Wohnraumhöhe verloren geht.
Fazit: Die Dämmung mit Dämmsäcken bleibt im unteren Kostenbereich, weil vorhandene Hohlräume genutzt werden und die Arbeiten insgesamt weniger Eingriffe erfordern.
Eins ist klar: Was auch immer das Dämmen der Dachschräge mit Dämmsäcken kosten mag, es rechnet sich messbar für die Zukunft. Nach der Dämmung verliert das Dach weniger Wärme, der U-Wert verbessert sich, und genau das macht sich oft schon in der ersten Heizperiode bemerkbar. Die Frage ist nur: Ab wann amortisiert sich die Investition? Hier eine Beispielrechnung:
100 m² Dachfläche
2.000–4.000 € Investition
ca. 500 € Heizkostenersparnis pro Jahr (bei einem Haushaltsverbrauch von etwa 2.400 € jährlich)
Damit ergibt sich eine Amortisationszeit von ungefähr vier Jahren. Danach arbeitet die Dämmung weiter kostensparend – ohne zusätzliche Folgekosten.
Wichtig: Die tatsächliche Einsparung hängt natürlich vom Ausgangszustand des Dachs ab.
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Für das Dämmen einer Dachschräge mit Dämmsäcken gibt es in der Regel keine direkten staatlichen Zuschüsse. Die Förderprogramme setzen sehr hohe Anforderungen an den U-Wert, häufig 0,14 W/(m²K) oder besser. Solche Werte lassen sich mit einem reinen Dämmsackverfahren kaum erreichen, weil dafür deutlich größere Dämmstärken nötig wären, als in den Sparrenfeldern alter Dächer üblicherweise vorhanden sind. Das macht die volle Förderung in vielen Fällen unrealistisch. Eine Möglichkeit bleibt aber: die steuerliche Entlastung.
Nach § 35a EStG können 20 % der Arbeitskosten von der Steuer abgesetzt werden. Das Material wird dabei nicht berücksichtigt, die Lohnposition aber vollständig. Wird der Hohlraum also gereinigt, befüllt und verschlossen, kann der Lohnanteil der Rechnung steuerlich geltend gemacht werden.
In der Praxis bedeutet das:
Wird eine Dachschräge mit Dämmsäcken gedämmt,
und liegt der Lohnanteil – wie bei Dämmarbeiten üblich – bei etwa der Hälfte der Gesamtkosten,
dann lassen sich rund 10 % der Gesamtinvestition über die Steuer zurückholen.
Wichtig: Die Handwerkerrechnung muss sauber getrennt sein. Arbeitskosten separat, Material separat. Ohne diese Aufschlüsselung erkennt das Finanzamt den Steuerbonus nicht an.
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Häufige Fragen für die Dachschrägendämmung mit Dämmsäcken

Chris Steden
Leiter Kundenbetreuung und Vertrieb
Chris Steden ist als Leiter der Kundenbetreuung und des Vertriebs bei VARM zentrale Ansprechperson für alle Fragen in Bezug auf unsere Dämmprojekte. Mit umfassender Erfahrung im Bereich der Dämmtechniken rund um Einblas-, Fassaden- und Dachdämmung berät er Hausbesitzer praxisnah. Sein Ziel ist es, für jedes Gebäude die energieeffizienteste Lösung zu finden und Deutschland effizienter zu machen – bezahlbar, sauber und ohne großen Umbauaufwand.
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