Dachschräge mit Dämmsäcken dämmen: Alle Vorteile auf einen Blick
Wir führen die Dämmung mit eigenen Handwerkern aus.

Schlecht gedämmte Dachschrägen können die Heizkosten ganz schön nach oben treiben. Das gilt besonders für Steildächer. Eine Möglichkeit, hier energieeffizient Kosten zu drosseln, ist das Dämmsack-Verfahren. Schnell umsetzbar, nachhaltig und vor allem: günstig. Wer seine Dachschräge mit Dämmsäcken dämmt, landet nämlich bei circa 20–40 Euro pro Quadratmeter – ohne dabei Innenverkleidungen oder Dachflächen öffnen zu müssen. Doch wann ist das Verfahren technisch sinnvoll, welche Materialien kommen infrage und welche Voraussetzungen muss deine Dachschräge mitbringen? Wir erklären es dir.
Was dich auf dieser Seite erwartet:
Um eine Dachschräge mit Dämmsäcken zu dämmen, werden luftdichte Säcke von innen zwischen den Sparren eingebracht und anschließend mit Dämmmaterial gefüllt. Meistens kommen dabei PE-Säcke zum Einsatz, die mit Glaswolle, Steinwolle, EPS-Granulat oder Zellulose befüllt werden.
Die Dämmsäcke übernehmen in der Dachschräge zwei Schutzfunktionen: Die innere Lage dient als Dampfbremse, die verhindert, dass Feuchtigkeit aus dem Innenraum in die Dämmung gelangt. Die äußere Schicht übernimmt die Aufgabe einer Unterdeckbahn und schützt die Konstruktion, falls Regen oder Schnee unter die Dacheindeckung kommt. Damit sind keine zusätzlichen Dach- oder Dämmfolien nötig.
Weitere Vorteile einer Dachschrägendämmung mit Dämmsäcken:
Vermindert deutlich das Risiko, dass Feuchtigkeit eindringt
Reduziert die Gefahr von Schimmelbildung in der Konstruktion
Ermöglicht einen Einbau, ohne die Dachfläche abdecken zu müssen
Eignet sich besonders für bereits ausgebaute Dachgeschosse
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Die Kosten für die Dämmung einer Dachschräge mit Dämmsäcken liegen im Durchschnitt bei 20–40 € pro Quadratmeter, inklusive Material und Einbau. Für ein ausgebautes Steildach mit rund 100 m² entspricht das einem Gesamtbetrag von etwa 2.000–4.000 €, abhängig von Dachzugang, Region und möglichen Entsorgungsarbeiten.
Gerade bei älteren Dächern macht es einen deutlichen Unterschied, wie viel Wärme dort verloren geht und wie sich das auf die jährlichen Heizkosten auswirkt. Eine fachgerecht eingebrachte Dämmschicht kann den Wärmeverlust der Dachfläche in jedem Fall deutlich mindern. Das führt häufig zu jährlichen Heizkostenersparnissen bis zu 500 €. Damit liegt die Amortisationszeit – je nach Ausgangszustand des Dachs – bei etwa vier Jahren.
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Für die Dämmung einer Dachschräge mit Dämmsäcken kommen vier Dämmstoffe infrage: Glaswolle, Steinwolle, Zellulose und EPS-Granulat. Sie liegen preislich in ähnlichen Bereichen, unterscheiden sich aber bei Schallschutz, Rohdichte und Gewicht.
Glaswolle gehört zu den mineralischen Dämmstoffen. Die Kosten liegen je nach Ausführung und Dämmstärke meist zwischen 20–40 € pro Quadratmeter. Glaswolle bietet eine gute Wärmedämmung, einen soliden Schallschutz und wird häufig als Standardlösung eingesetzt.
Steinwolle kostet in der Regel etwa 25–45 € pro Quadratmeter. Durch die höhere Rohdichte erreicht sie beim Schallschutz meist bessere Werte als Glaswolle. Sie eignet sich vor allem dort, wo neben der Wärmedämmung auch Lärm von außen gedämpft werden soll.
Zellulose wird aus aufbereitetem Altpapier hergestellt und als Flocken in die Dämmsäcke eingeblasen. Die Kosten bewegen sich üblicherweise zwischen 15–35 € pro Quadratmeter. Das Material verteilt sich fugenlos im Hohlraum, kann Wärmebrücken verringern und bietet sehr gute schalldämmende Eigenschaften.
EPS-Granulat (Styropor-Kügelchen) ist sehr leicht und kostet meist zwischen 35–45 € pro Quadratmeter. Es erfüllt die Anforderungen an die Wärmedämmung zuverlässig, erreicht beim Schallschutz aber nicht das Niveau von Mineralwolle oder Zellulose. Es kommt vor allem dort zum Einsatz, wo ein geringes Materialgewicht wichtig ist.
Für eine staatliche Förderung müssen bei einer Dachdämmung bestimmte U-Werte erreicht werden. Das Gebäudeenergiegesetz gibt dafür klare Grenzwerte vor, die in der Praxis eine wichtige Rolle spielen.
Förderprogramme wie die Bundesförderung für effiziente Gebäude (BEG) verlangen in der Regel einen U-Wert von 0,14 W/(m²K) oder besser.
Um diesen Wert zu erreichen, wären Dämmstoffdicken von etwa 20–22 cm nötig – je nach Material.
Gerade bei älteren Steildächern ist diese Sparrenhöhe oft nicht vorhanden. So kann das Dämmen der Dachschräge mit Dämmsäcken diesen Zielwert allein nicht erreichen.
Kombinationen mit weiteren Maßnahmen (z. B. Unter- oder Aufsparrendämmung) können den U-Wert verbessern, erhöhen jedoch Aufwand und Kosten deutlich.
Für Eigentümer bleibt daher häufig der steuerliche Handwerkerbonus nach § 35a EStG die realistischere Option, da er keine Mindestdämmwerte verlangt. Dabei können 20 % der Arbeitskosten steuerlich geltend gemacht werden.
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Ole Gern
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Im Vergleich zu anderen Dämmmethoden lässt sich das Dämmsack-Verfahren meist deutlich günstiger und mit weniger Eingriffen umsetzen. Ein direkter Kostenvergleich ist dennoch nicht pauschal möglich, weil Preise bei Dacharbeiten stark vom Zustand des Dachs, der benötigten Dämmstoffdicke und der Zugänglichkeit abhängen. Ein grober Preisrahmen zur Orientierung lässt sich trotzdem nennen:
Die Aufsparrendämmung gehört zu den teuersten Methoden, weil dafür die gesamte Dacheindeckung geöffnet und anschließend neu eingedeckt werden muss. Bei üblichen Dachaufbauten bewegt man sich hier schnell im höheren dreistelligen Bereich pro Quadratmeter. Die Kosten steigen zusätzlich durch Gerüststellung und Entsorgungsarbeiten.
Die Zwischensparrendämmung wird von innen zwischen den Sparren eingebracht und erfordert häufig das Öffnen oder Entfernen der Innenverkleidung. Auch hier liegt die Preisspanne in der Regel deutlich über der Dachschrägendämmung mit Dämmsäcken, vor allem wegen des zusätzlichen Arbeitsaufwands.
Eine Untersparrendämmung ist kostengünstiger, reduziert jedoch die Raumhöhe und verändert somit den Innenraum. Die Preisangaben beginnen hier typischerweise niedriger, steigen aber je nach Material und Aufwand drastisch an.
Generell gilt: Je größer die baulichen Eingriffe, desto höher die Kosten.
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